Achtsam leben Heidelberg

Meditationsgemeinschaft in der Plum Village Tradition von Thích Nhất Hạnh​

Über uns

Herzlich willkommen!

Wir sind eine  Meditationsgemeinschaft (Sangha) in der Tradition von Thích Nhất Hạnh, Gründer von Plum Village in Frankreich. Eine Sangha ist eine Gemeinschaft von Menschen, die gemeinsam Meditation praktizieren, um sich nicht von Gedanken durch den Alltag treiben zu lassen, sondern bewusst zu leben und jeden Moment in Freude zu leben. Die Essenz einer Sangha ist Bewusstsein, Verständnis, Akzeptanz, Harmonie und Liebe. Diese Elemente prägen eine Sangha. Wir meditieren regelmäßig zusammen, teilen Freude und Sorgen, lassen jeden von uns sein, wie sie oder er ist und versuchen durch Liebe und Mitgefühl die vielen wunderbaren Eigenschaften in jedem von uns zu wässern. Jeder ist willkommen. 

Wir treffen uns derzeit online jeden Mittwoch von 19 Uhr bis 20:30 Uhr zur Meditation. Ablauf: Geführte Meditation, stille Meditation, Gehmeditation, Lesen eines Textes, Dharma Austausch. Möchtest Du reinschnuppern? Dann kontaktiere uns einfach.

Meditation & Achtsamkeit

Hier geben wir eine kurze Einführung in die Meditation und die Achsamkeitspraxis. Im Kern geht es um Verständnis und Mitgefühl, für sich selbst und für alle Menschen und Wesen.

Thích Nhất Hạnh​

Informationen zu Thích Nhất Hạnh, vietnamesischer Mönch, Schriftsteller, Begründer der Plum-Village-Tradition, vorgeschlagen für den Friedensnobelpreis​.

Die fünf Achtsamkeitsübungen

Die Fünf Achtsamkeitsübungen sind eine der konkretesten Möglichkeiten, Achtsamkeit zu praktizieren. Sie sind nicht konfessionell, und ihr Wesen ist universell.

Meditationsabende

Wann und wo treffen wir uns?

Wir treffen uns derzeit online jeden Mittwoch von 19 Uhr bis 20:30 Uhr zur Meditation. Habt Ihr Interesse an einer kleinen Einführung in die Meditation? Dann sagt ebenfalls gerne Bescheid, wir freuen uns eine Einführung zu geben.

Unsere Abende haben normalerweise den unten dargestellten Aufbau. Uns ist es wichtig, dass alle Teilnehmenden nur das mitmachen, womit sie sich wohlfühlen. Alle Menschen sind willkommen, schnuppert einfach einmal rein.

  • Kurze Begrüßung
  • Geführte Meditation
  • Kurze stille Meditation
  • Lesen eines Textes (z.B. aus einem Buch)
  • Austausch

Kontaktiere uns einfach, um einen Zoom-Link zu erhalten.

Trefft Ihr uns lieber in Person? Dann kommt gerne zu unseren Achtsamkeitstagen oder Gehmeditationen. Achtsamkeitstage, für die wir Räumlichkeiten amieten, um viele Teilnehmer begrüßen zu können, werden unter Termine/Aktuelles angekündigt.

Meditationsabende

BIPoC Meditationsabende

Um Menschen, die Ausgrenzung aufgrund körperlicher oder kultureller Fremdzuschreibungen erlebt haben, einen sicheren Raum zu geben, haben wir die BIPoC Sangha gegründet. BIPoC (Black, Indigenous, and other People of Color) ist eine Selbstbezeichnung rassistisch diskriminierter Personen.

Wir treffen uns derzeit online jeden dritten Montag des Monats von 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr zur Meditation.

Erfahre hier mehr über die BIPoC Sangha.

We are all flowers in the garden of humanity

FAQ

Was macht die Plum Village Tradition von Thích Nhất Hạnh aus?

Eine besondere Errungenschaft von Thích Nhất Hạnh, dem Begründer der Plum Village Tradition, war es, die Achtsamkeitslehre auf eine Art und Weise zu erklären, die auch Menschen aus dem Westen anspricht. In seinen unzähligen Büchern erklärt er in ganz einfachen Worten, wir wir durch Achtsamkeit und Meditation zu uns selbst finden und ein glückliches Leben führen können. Die Lehren, die er vermitteln, beißen sich auch in keinster Weise mit den westlichen Wissenschaften, im Gegenteil. Ein weiteres Kennzeichen der Plum Village Tradition ist, dass das Ziel nicht nur ist, selbst glücklich zu werden, sondern sich auch zu engaieren, also anderen zu ihrem Glück zu verhelfen.

Du brauchst keine Vorkenntnisse. Und du bist herzlich eingeladen einfach dazu zu kommen. Falls du möchtest, geben wir dir gerne eine kurze Einführung in die Meditation. Kontaktiere uns einfach.

Das Wort “Sangha” bedeutet “Gemeinschaft” (in der Sprache Pāli). Wir verwenden das Wort Sangha gleichbedeutend mit Meditationsgemeinschaft.

Es ist (gerade am Anfang) ganz normal, dass Gedanken kommen und einen mit sich ziehen. Wir beobachten sie einfach, aber wir wollen sie nicht wässern, d.h. ihnen folgen, um sie nicht stärker zu machen. Daher verwenden wir ein Meditationsobjekt (z.B. unseren Atem), zu dem wir immer wieder zurück kommen können. Wenn Gedanken besonders stark sind, können folgende Methoden helfen:

  1. Wir zählen beim Atmen die Atemzüge und sobald wir nicht mehr wissen, bei welcher Zahl wir waren, fangen wir wieder von vorne an.
  2. Wir zählen beim Einatmen bis vier, halten dann die Luft an, während wir wieder bis vier zählen, und zählen schließlich beim Ausatmen bis acht. Das ganze wiederholen wir immer wieder.
  3. Wir atmen zehn Atemzüge und fassen dabei jeweils einen unserer zehn Finger an. Wir können mit dem kleinen Finger anfangen und atmen: Ein – Aus. Dann kommt der nächste Finder dran. Nach zehn Atemzügen können wir wieder von vorne anfangen.

Das sind nur ein paar Beispiele. Es geht einfach darum, den Geist genügend zu beschäftigen, damit das Gedankenkarussell nicht wieder losgeht.

Der Buddha war ein Mensch, so wie ich und du. Er lebte vor ca. 2600 Jahren und hatte den großen Wunsch den Menschen zu helfen, ihr Leiden zu verringern. Dazu verließ er sein wohlbehütetes Zuhause und nahm sich vor, nicht eher zurückzukommen, bis er einen Weg gefunden hatte, das Leiden der Menschen zu beenden und Glück zu finden. Er lernte zunächst von verschiedenen spirituellen Lehrern, doch weil er das Gefühl hatte, dass deren Lehren ihn noch nicht zum Ziel brachten, experimentierte er schließlich selbst weiter. Schließlich – mehrere Jahre nachdem er sein Zuhause verlassen hatte – ging ihm ein Licht auf (das war seine „Erleuchtung“): Er verstand warum Menschen leiden und dass dies zum größten Teil nicht an den Lebensbedingungen der Menschen lag, sondern an ihrer geistigen Einstellung (die „Vier edlen Wahrheiten“). Er entwickelte Methoden, wie man aus dem Leid herauskommen kann (der „Edle achtfache Pfad“). Dabei ist die Meditation ein wichtiger Bestandteil. Viele Techniken, die wir heute bei der Meditation verwenden stammen von dem Buddha ab. Heutzutage würde man wahrscheinlich sagen, der Buddha war ein Psychologe oder ein Philosoph, wobei seine Lehren sehr in die Tiefe gehen und alle Lebensbereiche bereichern können.

Der Buddha hieß ursprünglich übrigens Siddhartha Gautama. Buddha (Sanskrit „der Erwachte“) wurde er erst genannt, nachdem er den Weg der Achtsamkeit entdeckt hatte. Das Wort „Buddha“ wird auch für Menschen verwendet, die den Weg heraus aus dem Leid gefunden haben. Auch du kannst ein Buddha sein!

Das ist eine gute Frage. Thích Nhất Hạnh beantwortete sie einmal so: “Man könnte es so sehen. Für mich ist Buddhismus aber eine Art zu leben”. Die Antwort auf diese Frage hängt wahrscheinlich davon ab, wie du “Religion” definierst. Wenn der Glaube an einen Gott (oder mehrere Götter) dein Kriterium für eine Religion ist, dann ist Buddhismus keine Religion. Der Buddha war ein Mensch, genauer gesagt ein Lehrer. Manche Menschen sagen, dass Buddhismus eine Weltanschauung oder eine Philosphie ist, wie wir Menschen ein glückliches Leben führen können, in Harmonie mit anderen Menschen und mit der Erde, in dem wir ein achtsames Leben führen.

Frieden ist nicht das Fehlen von Konflikten, sondern die Fähigkeit, mit ihnen umzugehen”
Thích Nhất Hạnh